Projekttag Haus der Jugend Köpenick

Workshop „Parteien und Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2017“

Am 15.09.2017 fand im Haus der Jugend Köpenick (HDJK) das „Festiwahl 2017“ statt. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Bundestagswahl 2017. Eröffnet wurde der Tag von einem Workshop, der im Rahmen des Projektes „Es ist deine Kampagne“ durchgeführt wurde.

Ein Quiz mit Fragen zur kommenden Bundestagswahl, den Direktmandaten des Bezirkes Köpenick , dem Parteiensystem und regionalen Besonderheiten eröffnete das Workshop. Anschließend wurden Ergebnisse und Überraschendes diskutiert.

Videos aus den aktuellen Parteikampagnen rundeten den Workshop ab. Auch hier wurde intensiv diskutiert.

Im Anschluß waren verschiedene Parteien im Hof des HDJK mit Infoständen vor Ort und diskutierten mit Gästen ihre Wahlprogramme. Die Direktkandidaten des Wahlkreises stellten sich bei der darauffolgenden Podiumsdiskussion den Fragen der Jugendlichen und des Publikums.

 

Kreativwerkstatt „Ich will was von der Welt!“

Vom 6. Bis 13. August verbrachten Jugendliche aus Berlin und Brandenburg gemeinsam mit jungen Geflüchteten eine kreative Ferienwoche.

Unter dem Motto „Ich will was von der Welt!“ trafen sich im August 12- bis 18-Jährige in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein in Werneuchen und verbrachten dort eine aufregende, aktive Woche: Die Jugendlichen spielten zusammen Fußball, Volleyball und Tischtennis, veranstalteten Wasserschlachten und feierten Partys. Sie diskutierten aber auch Lebensperspektiven, eigene Interessen und Ängste.

In kreativen Workshops konnten sie ihre Erkenntnisse, Diskussionsergebnisse und Erlebnisse verarbeiten: Ein Film wurde gedreht, Texte verfasst, Kunstwerke aus Naturmaterialien geschaffen, eine Tanz-Choreographie entwickelt und alles auf Fotos festgehalten.

Jedes Jahr bietet die Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein Ferienwerkstätten an. Seit letztem Jahr nehmen auch junge Geflüchtete daran teil. Den Dialog zwischen Jugendlichen aus Berlin und Brandenburg mit denen zu fördern, die mit Fluchterfahrungen hier in der Region wohnen und sich vor Ort einleben wollen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Gemeinsam wurde in der Woche über das Thema Vielfalt und Migration diskutiert und trainiert, sich selbst zu positionieren und sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zur Wehr zu setzen. So kann es gelingen, Berührungsängste und Vorurteile abzubauen und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Ob beim Essen, beim Spiel und Sport oder in den Kreativ-Workshops – man redet, lacht und arbeitet gemeinsam. Am Lagerfeuer kommt die ganze Gruppe zusammen, und die Jugendlichen stimmen reihum Lieder an, die sie von zuhause kennen und begleiten sich dabei mit der Gitarre und Trommeln.

Am Ende präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse aus den Kreativ-Workshops und Eindrücke der Woche ihren Verwandten und Freunden präsentiert. Viele von ihnen nehmen  neue Freundschaften mit, ein besseres Verständnis füreinander und vielleicht auch ein neues Lied im Ohr.

 

Ferienkreativ

Ferienwerkstatt „Gemeinsam sind wir bunt“ 23. bis 30. Juli 2017

An der Ferienfahrt nahme 34 Kinder im Alter von 8-12 Jahren aus Berlin und Brandenburg teil.

Ein Ziel der Ferienaktivität war die Auseinandersetzung mit der Vielfalt in der eigenen Kindergruppe.  Den Kindern sollten durch das Kennenlernen von Kindern aus anderen Umfeldern und anderen Lebensrealitäten diverse Lebenssituationen nahegebracht werden.

Das besondere an der „Ferienwerkstatt“ sind die vielfältigen Möglichkeiten mit einem Thema zu arbeiten: in kurzen Methoden setzen sich die Ferienkinder spielerisch mit wichtigen Fragen aus ihrer Lebenswelt auseinander. Sie lernen zu diskutieren und ihren Standpunkt zu vertreten. Sie merken, dass ihre Meinung zählt, aber eben auch die eines Anderen. Sie bearbeiten ihr Thema kreativ und originell. Sie lernen, dass Lernen Spaß macht und auch Spiele und Methoden Lernen sein können.

Mit Hilfe der Methode „Reise in ein neues Land“ zum Beispiel gingen die Teilnehmenden der schwierigen Frage nach, auf welche Rechte, aber auch Bedürfnisse verzichtet werden könnte, wenn es denn notwendig wäre. Sie kamen dabei zu der Erkenntnis, dass es ab einem bestimmten Punkt nicht mehr angemessen ist, auf Rechte zu verzichten. Welche Einschränkungen dies im täglichen Leben bedeuten würde, diskutierten sie lebhaft in ihren Gruppen.

Im Verlauf der Ferienwoche gab es immer wieder mit Situationen, die die Kinder als unfair oder ungerecht empfanden. Gemeinsam versuchten sie dafür Lösungen zu finden.  Daraus entstand eine Plakatserie als Kampagnen für Kinderrechte.

Über verschiedene kreative Angebote, wie Kunst- und Skulpturenbau, Theater oder Mediengruppe,  hatten die Kinder die Möglichkeit, die ihnen wichtigen Themen künstlerisch zu bearbeiten und sich auszuprobieren.

Neben der inhaltlichen und künstlerischen Betätigung kamen natürlich auch Spiel und Spaß nicht zu kurz. Neue Freundschaften wurden geknüpft. Gemeinsam erkundeten die Kinder das Gelände. Es wurde gegrillt, Ausflüge an den See gemacht oder einfach der Platz und die vielfältigen Spielmöglichkeiten im Kurt Löwenstein Haus genoßen.

Video-Workshop „Lass dich nicht manipulieren!“

Die Medien-AG der Gesamtschule Panketal erlebte im Juli einen besonderen Workshop in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein. Die AG war entstanden aus einer Workshop-Reihe, die in Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin im Verlauf des Schuljahres stattgefunden hatte.

In dem dreitägigen Workshop wollten die Schülerinnen und Schüler ihr Erlerntes aus den vorangegangenen Workshops auffrischen und daraus einen Videofilm drehen.

Kniffelig war vor allem Wünsche, Wissen und Vorstellungen zu sortieren, Machbares und Unrealistisches voneinander zu trennen und das ganze dann in zwei Workshoptagen zu einem Film zusammenzubringen.
Dabei waren alle RegisseurInnen, SchauspielerInnen, DrebuchschreiberInnen und CutterInnen.

Am Ende entstand jedoch ein gelungener Film, der nicht nur viel Wissenswertes rund um die Themen Hatespeech, Soziale Medien, Fake News und Gegenstrategien enthielt.  Es entstand auch ein Film, der durch verschiedene Genres und journalistische Arbeitsweisen führt. Hier kann man den ganzen Film sehen.

In einer tollen Teamarbeit entstand auch ein Film, der nun auch anderen diese Themen nahebringen kann. So wird er interessierte Eltern auf einer Informationsveranstaltung für diese Themen sensibilisieren.

Seminar „Gemeinsam sind wir bunt“ vom 12. bis 16. Juni 2017

29 Kinder einer 4. Klasse der Grundschule Finow trafen sich Mitte Juni zu einem Seminar im Kurt Löwenstein Haus. Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir bunt“ arbeiteten die Kinder in zwei Gruppen.

Ausgehend von ihrer Wahrnehmung von Vielfalt in der eigenen Klasse und dem eigenen sozialen Umfeld war es Ziel des Seminars, dass sich die Kinder einen Eindruck von gesellschaftlicher Vielfalt erarbeiten und über das Thema Chancengleichheit in der Gesellschaft nachdenken.

Hierbei wurde mit verschiedenen Methoden gearbeitet, die von eigenen Interessen, Eigenschaften und Stärken ausgingen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit anderen Kindern bewusst machten und einen Blick auf gesellschaftliche Bedingungen öffneten.

Im Weiteren ging es darum sich darüber Gedanken zu machen, wie es wohl wäre, wenn alle Personen gleich wären, wenn alle die gleichen Interessen hätten und alle das selbe wollen würden. Hierbei wurde ein Rückgriff auf die in der Gruppe hervorgehobenen Unterschiede zwischen einzelnen Teilnehmenden gemacht, um diese als eine Bereicherung für die Gruppe einordnen zu können und einen Austausch darüber anzuregen.

Die erreichten Lernziele und einzelnen Lernschritte wurden mit Hilfe von erlebnispädagogischen Übungen vertieft.

Nachmittags wurde das Gelernte in verschiedenen Arbeitsgruppen kreativ umgesetzt:  in der Mediengruppe kamen hierbei Fotografie, Hörspiel, Film und animierter Film zum Einsatz. In der kreativ-künstlerischen Gruppe bedruckten die Teilnehmenden T-Shirts und erschufen kleine Skulpturen, aus Naturmaterialien wurden Bilder.

Im Seminar entstand unter anderem dieses kleine Hörspiel.

Seminar „Was tun gegen Rechtsextremismus?“

Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse der Hans-Grade-Schule aus Berlin-Köpenick setzten sich vom 26. bis 28. April 2017 in einem Seminar mit dem Themenkomplex „Was tun gegen Rechtsextremismus?“ auseinander.

In drei Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmenden was Rechtsextremismus eigentlich ist, welche Ziele rechtsextreme Gruppen verfolgen und wie gerade auch Jugendliche von rechten Gruppen umworben werden. Den Teilnehmenden wurden die unterschiedlichen Facetten einer rechtsradikalen Weltanschauung vermittelt. Dabei ging es auf der einen Seite darum gemeinsam zu definieren was Rechtsextremismus überhaupt ist und wie er sich vom Rechtspopulismus unterscheidet. Auf der anderen Seite lernten die Schülerinnen und Schüler aber auch unterschiedliche Erscheinungsformen im Rechtsextremismus und szenetypische Codes kennen.

Dabei ging es auch darum wie zum Beispiel Vorurteile im Kopf entstehen und wie Gerüchte und Falschmeldungen bewußt zur Stimmungsmache eingesetzt werden.

Ein drittes Ziel der Veranstaltung war es Handlungsstrategien gegen rechte Argumentationen zu entwickeln und die Jugendlichen zu befähigen rechten Argumenten etwas entgegenzusetzen.

Seminar „Aktiv für Vielfalt und gegen Diskriminierung“

Schülerinnen und Schüler einer 8. Klasse der Georg-Werth-Oberschule in Berlin-Lichtenberg nahmen vom 13. bis 17. März 2017 an einem Seminar zum Thema „Aktiv für Vielfalt und gegen Diskriminierung“ in der JBS Kurt Löwenstein  teil.

Im Vorfeld hatten sich die Jugendlichen im Rahmen eines Schulprojekts mit dem Thema „Flucht und Fluchtgründe“ auseinandergesetzt. Dieses Thema war auch während des Seminars sehr präsent und viele der Teilnehmenden zeigten sich sehr interessiert. Gerade die Fragen von struktureller Diskriminierung wurden von den Teilnehmenden intensiv diskutiert. Hier spielten auch eigene Erfahrungen und die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen eine große Rolle.

Mit Methoden aus der nicht-rassistischen Bildungsarbeit gelang es den Teilnehmenden eigene Perspektiven zu eröffnen, sie für die eigene Vorurteile und Verhaltensmuster zu sensibilisieren und Reflektionsmöglichkeiten zu schafffen.

Die Offenheit der Jugendlichen dem Thema gegenüber und ihre Bereitschaft sich mit diesem auseinanderzusetzen, machten das Seminar zu einer gelungenen Woche.

„Die Welt ist bunt – Eine Schule für alle“

19 Kinder im Alter von 9-12 Jahren, die Klassensprecher_innen der 4.-6. Klassen der Gemeinschaftsschule „ Grüner Campus Malchow“ in Berlin-Lichtenberg, nahmen im November 2016 an einem Schüler_innenvertretungs- Seminar in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein teil.

Ziel des Seminars war es, die Kinder in ihrer Funktion als Klassensprecher_in zu stärken. Dazu wurden sie mit ihren Rechten und Aufgaben vertraut gemacht. Die Methode der Zukunftswerkstatt half dabei eigene Projekte für eine Verbesserung des Schulalltags zu entwickeln und erste konkrete Schritte zur Umsetzung zu planen. Ein weiteres Ziel war es, eine positive Selbstbestätigung zu erfahren und über Unterschiede hinweg das Positive an Anderen zu erkennen. Die Schüler_innen für ausgrenzende Verhaltensweisen zu sensibilisieren, sowohl in der Selbst-, als auch in der Fremdwahrnehmung, war ein wichtiges Thema des SV-Trainings. Auf dieser Grundlage sollten die Teilnehmenden ermutigt werden, gegen ausgrenzendes Verhalten selber vorzugehen. So wurden die die Kinder für Konfliktsituationen gestärkt und befähigt, deeskalierende Lösungswege zu gehen.

Die Schüler_innen wollten vor allem mehr über ihre Rechte in der Schule lernen. Vielen war auch wichtig, zu lernen, wie man Konflikte schlichtet, weil sie als Klassensprecher_innen häufig dazu gerufen werden.
Auch das Entwickeln und Planen von Projekten im Rahmen der Zukunftswerkstatt hat den TN großen Spaß gemacht. Die von ihnen gewählten Projekte waren:

  • Umgestaltung des Bolzplatzes
  • Einrichtung eines Palmen-/Kakteen-Gartens im Foyer des Schulgebäudes
  • Entwicklung, Einstudierung und Aufführung eines Theaterstückes „in dem wir zeigen wollen, dass es kaum Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gibt. Wir finden wichtig, dass wir das Projekt durchziehen, damit keiner gehänselt wird weil er/sie anders ist als andere.“ (O-Ton aus einem erstellten Elternbrief, der von zwei TN während des Seminars erstellt wurde).

Das letztgenannte Projekt entstand aus einem Workshop, der sich mit dem Thema „Vielfalt“ auseinander gesetzt hat. Dieser wurde von den Teilnehmenden stark auf das Thema „ Mädchen/Jungen“ orientiert.

Ablaufplan

Zukunftswerkstatt zur Stärkung von Jugendbeteiligung

Jugendliche aus Falkensee nahmen vom 18. bis 20.11. 2016 an einer Zukunftswerkstatt in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein teil. Sie sind Teil des Jugendforums und gewählte Sprecherinnen und Sprecher des Gremiums SprecherInnenrat. Entstanden sind diese Gruppen aus einer von Jugendlichen selbstorganisierten Gruppe namens „Jugend für Asyl“.

Das Jugendforum Falkensee ist ein Ort der Mitbestimmung für Jugendliche in Falkensee. Es verfügt über einen eigenen kleinen Etat und macht Jugendbeteiligung so erlebbar. So gelang es dem Jugendforum zum Beispiel eine öffentliche Skateanlage in Falkensee neu zu gestalten.

Mit Hilfe einer „Zukunftswerkstatt“ wollten sich die Jugendlichen den drängenden Problemen in der selbstorganisierten Zusammenarbeit stellen: wie gewinnen wir neue Mitstreiter*innen? Welche Pläne und Ideen können wir anpacken? Was brauchen wir für unsere Zusammenarbeit? Intensiv setzten sich die Teilnehmenden mit den drei Phasen einer Zukunftswerkstatt auseinander.

So warfen sie einen kritischen Blick auf die bisherige Arbeit: Wo liegen unsere Schwächen, was läuft nicht so gut? Danach wurde in der „Utopie-Phase“ allen Wünschen und Ideen kreativ Raum gegeben. Die positive Stimmung nach dieser Einheit konnte in konkrete Absprachen, Verabredungen und Zuständigkeiten einfließen, so dass am Ende des dreitägigien Workshops die Gruppe voller Ideen und Tatendrang den Heimweg nach Falkensee antrat.

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Start der Workshop-Reihe „Einmischen in sozialen Medien“

Am 10.11.2016 fand im Jugendclub Heizhaus in Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin der Wilhelm-Röntgen-Gesamtschule der erste Workshop der dreiteiligen Workshop-Reihe „Einmischen in sozialen Medien – Sensiblisierung für einen kritischen Umgang mit Informationen und Bildern“ statt.

Der erste Workshop stand unter dem Titel „Über die Macht von Bildern – Nachrichten und ihr Informationsgehalt“.

Am Workshop nahmen Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 7- 10 teil.

Angeregt wurde die mitgebrachten Bildbeispiele diskutiert. Es zeigte sich, dass Bildmanipulationen gar nicht so leicht und eindeutig erkannt werden konnten, wie wir vielleicht eingangs dachten. Bilder aus verschiedenen Genres und Zusammenhängen wurden von den TN analysiert, interpretiert und Ergebnisse zusammen diskutiert. Dabei fiel den SchülerInnen vor allem auf, dass Fotos besonders geeignet scheinen manipulativ eingesetzt zu werden. Besonders entkontextualisierte Fotos sind in ihrer Wirkung und Absicht schwer zu identifizieren. Ein AHA-Effekt stellte sich bei der Gegenüberstellung von Original und Bearbeitung ein. Hier bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit sehr ausführlich zu diskutieren welche Wirkung mit der Bearbeitung von Fotos/ Bildern erzeugt werden kann und welche Absichten damit verfolgt werden können.